12.12.2017 in Fraktion

Interviewfragen an die Fraktionsvorsitzenden in Hainburg

 

Etwa eineinhalb Jahre sind seit der Kommunalwahl 2016 vergangen. Welche Ziele aus Ihrem Wahlprogramm konnten Sie bisher umsetzen?

Aus unserem sozialdemokratischen Selbstverständnis heraus stehen wir für gerechtes und soziales Handeln. Wir setzen uns mit den Lebensverhältnissen in unserer Heimatgemeinde  auseinander und haben ein offenes Ohr für Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde. So ist es z.B. der Hainburger SPD zu verdanken, dass endlich Bewegung in das Thema Ausbau der KiTa-Plätze gekommen ist. Wir sehen nach wie vor dringend erforderlichen Handlungsbedarf beim Thema Infrastruktur z.B. besserer Verkehrsinfrastruktur mit einem Kreisel an der Großkreuzung Shell in Klein-Krotzenburg. Zwar blockiert die Mehrheitsfraktion permanent, aber wir haben die Ziele im Blick und packen weiter an für ein lebenswerteres und zukunftsfähiges Hainburg!

Welches ist aus Sicht Ihrer Fraktion das wichtigste Thema für Hainburg in der aktuellen Legislaturperiode?

Wir haben in den letzten Jahren erleben müssen, wie Hainburg vor allem verwaltet wurde. Zentrale Themen sind auf der Strecke geblieben, sodass wir eine ganze Liste an drängenden Baustellen sehen. Um den Rahmen nicht zu sprengen seien hier nur drei genannt.

  1. Betreuungsplätze für die Kinder ab Vollendung des 1. Lebensjahrs in gesetzeskonformer und bedarfsgerechte Menge sowie Qualität zur Verfügung stellen.
  2. Verkehrsinfrastruktur für Anwohner entlastend und für Autofahrer effizienter gestalten
  3. Einnahmesituation der Gemeinde verbessern. Laut IHK-Ranking ist die Gemeinde Hainburg auf dem letzten Platz bei den Gewerbesteuereinnahmen von 13 Gemeinden im Kreis Offenbach.

Hier muss umgehend gehandelt werden.

Das ehemalige Winter-Gelände in Hainstadt soll nach Jahren des Stillstands endlich entwickelt werden. Vieles läuft derzeit noch im Hintergrund, unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Was würden Sie sich für das Areal wünschen, welche Chancen, welche Risiken sehen Sie bei der Entwicklung?

Wir wünschen uns eine Gesamtkonzeption mit der Zielsetzung einer nachhaltigen Entwicklung und der Schaffung langfristiger, ehrlicher Arbeitsplätze. Das ist eine große Chance. Unserer Meinung nach ist das einzige Risiko die aktuelle laissez-faire Handhabung. Angeblich war ja eine Woche vor der Wahl ‚der große Wurf‘ gelungen mit 200 vollwertigen Arbeitsplätzen. Wir fordern, dass die Gemeinde leeren Worten endlich Taten folgen lässt und  Verantwortung übernimmt. Hainburg muss eine proaktive Rolle in diesem Projekt übernehmen und gemeinsam mit den Eigentümern eine Gesamtkonzeption zu beauftragen. Das Winter-Gelände ist eine Chance aufzuschließen. Hainburg braucht neue wirtschaftliche Impulse, damit die Einnahmesituation der Gemeinde spürbar verbessert wird.

Viele Diskussionen gab es in den vergangenen Monaten zum Thema Kita-Plätze. Wäre es nicht doch an der Zeit, dass die Gemeinde in eine eigene Kindertagesstätte investiert, um den Bedarf noch besser abzudecken?

Zu dieser Frage gibt es von Seiten der SPD ein klares JA!
Wir finden nicht nur den vorherrschenden Platzmangel an Betreuungsplätzen inakzeptabel.
Erst kürzlich hat auch die Fachaufsicht des Kreises die Gemeinde angemahnt, den Kapazitätsengpass anzugehen. Schon vor Jahren forderte die Hessische Kommunalaufsicht, dass die Gemeinde mit einer zentralen Steuerung vor allem auch den Finanzbedarf kontrollieren solle. Wir sind überzeugt, dass eine eigene Kindertagesstätte in der Verantwortung der Gemeinde liegt sowie dem Interesse und Bedarf der Bürgerinnen und Bürger entspricht. Nur so kann die Gemeinde am Puls sein, Einfluss nehmen, Zukunft gestalten sowie die dringend benötigten Betreuungsplätze schaffen und sichern.

 

Die Grünen versuchen, in der Gemeindevertretung eine Mehrheit für die Kinder- und Jugendfarm zu erreichen. An sich ein schönes Projekt, dessen Umsetzung suboptimal gelaufen ist. Welche Chancen sehen sie für das Vorhaben?

Die SPD unterstützt das Vorhaben und ist der Meinung, dass bisher bereits ein tolles Engagement und Invest geleistet worden sind. Die Kinder-und Jugendfarm wäre ein Gewinn für die Gemeinde. Unserer Ansicht nach, ist der derzeit dafür ins Auge gefasste Standort in der Nähe von Tabaluga sehr gut geeignet. Bei gutem Willen, ohne politische Retourkutschen auf Kosten der Hainburger Jugend, sollte das Projekt dort realisierbar sein.

Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit mit den anderen Fraktionen in der Gemeindevertretung?

Die Zusammenarbeit mit den Oppositionsfraktionen in der Gemeindevertretung ist aus Sicht der SPD sehr gut bis gut. Dabei geht es nicht darum immer einer Meinung zu sein, sondern um eine offene, ehrliche und respektvolle Debattenkultur und Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinde.
Mit der Mehrheitsfraktion gibt es de facto leider keine Zusammenarbeit. Zumeist wird hinter verschlossenen Türen gesprochen und danach vollendete Tatsachen vorgetragen. Ideen, Vorschläge und Anträge von der SPD – auch wenn diese direkt aus der Bürgerschaft an unsere Fraktion heran getragen wurden – werden abgeblockt und negiert. Wir wünschen uns hier ein Umdenken zum Wohl der Gemeinde und einem wettbewerbsfähigen Hainburg.

Nehmen wir an, die Gemeinde erhält eine Million Euro zur freien Verfügung: Wofür würden Sie das Geld verwenden?

Die SPD sieht bei vielen wichtigen Themen dringenden Handlungsbedarf. Daher verdoppeln wir die eine Million Euro zunächst z.B. durch Anträge auf Fördermittel und Mitteln aus Subventionstöpfen. Dieses Geld würden wir gerne nutzen

  1. für die Anschubfinanzierung einer städtischen Kita, sodass wir den Ausbau der Kinderbetreuung in Quantität und Qualität vorantreiben.
  2. für die Verbesserung der Infrastruktur an neuralgischen Punkten. Der Start bildet ein Kreisel an der Großkreuzung bei Shell.
  3. für die Investition in eine Gesamtkonzeption für das Winter-Geländes (unter Einbeziehung der Eigentümer) in Hinblick auf eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, die Arbeitsplätze schafft und Einnahmen für die Gemeinde generiert.

Partei: SPD

Name: Manfred Tilsner

Beruf: Produkt-Manager

Politische Laufbahn:

  • Eintritt in die SPD 1976
  • 7 Jahre SPD Vorsitzender in Erlensee
  • 5 Jahre Mitglied der Gemeindevertretung Erlensee und davon
  • 4 Jahre Vorsitzender des Bau-und Umweltausschusses
  • Seit 5 Jahren Vorsitzender der Hainburger SPD
  • Seit 1 Jahr Mitglied der Gemeindevertretung Hainburg

Fraktionsvorsitzender: seit 2016

 

06.10.2017 in Ortsverein

Neues Team für den SPD-Ortsvorstand Hainburg gewählt

 

Neues Team für den SPD-Ortsvorstand Hainburg gewählt


Die Jahreshauptversammlung der SPD Hainburg hat am 6. Oktober 2017 ihren neuen Vorstand für die kommenden zwei Jahre gewählt. „Unser Vorstand ist insgesamt jünger und weiblicher geworden; eine sehr gute Mischung aus Erfahrung und frischem Blick“ freut sich Manfred Tilsner, der in seinem bisherigen Amt als SPD-Vorsitzender des Ortsverbands Hainburg bestätigt wurde. Er zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen der vergangene zwei Jahre und dankt allen aktiven und ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für die hervorragende Zusammenarbeit.

 

Auch künftig tagen Vorstand und Fraktion zusammen, sodass ein Ideen- und Erfahrungsaustausch sowie ein gemeinsamer Strategie- und Umsetzungsplan stattfinden kann. Neue Impulse bringen dabei auch die neuen Vorstandsmitglieder ein: Dagmar Brettinger als langjähriges, überzeugtes SPD-Mitglied sowie Nicole Linke und Sarah Felke mit dem frischen Blick als Neu-SPD-Mitglied bzw. Neu-Hainburger. „Gemeinsam mit den erfahrenen Vorstands-und Fraktionsmitgliedern sind wir ein Beispiel für die Vielfalt unserer Gemeinde. Dies bildet eine optimale Basis für eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit, bei der auch kontroverse Debatten nicht fehlen dürfen.“ erklärt Tilsner.

 

Der SPD-Vorstand ist gemeinsam mit den SPD-Gemeindevertretern Ihr Ansprechpartner für die Anliegen und Sorgen aller Hainburger Bürgerinnen und Bürger. Wir haben für Sie ein offenes Ohr und engagieren uns für individuelle Lösungen und wichtige Projekte, die unsere Gemeinde fit für die Zukunft machen.

Telefon: 0176 10047892 - manfred.tilsner@t-online.de


Genaue Aufgabenverteilung:


Vorsitzender                                        Manfred Tilsner
Stellvertretende Vorsitzende                  Christopher Langenwalter, Maximilian Meyer
Kassierer                                             Hellmuth Pleier
Schriftführer                                         Wolfgang Cocek
Pressesprecher                                    Sarah Felke
Stellvertretender Kassierer                     Marcel Ackermann
Stellvertretender Schriftführer                 Michaela Trageser
Beisitzerinnen und Beisitzer                  Dagmar Brettinger, Walter Böhm,                          Osman                                                Durmus, Helmut Eberle, Rudolf Kaller,
Nicole Linke,                                                  Heinz Seipel, Ralf Trageser

 

 

 

19.08.2017 in Fraktion

CDU im Schlaf der Selbstgerechten

 

Einen Kurswechsel bei der Kinderbetreuung in der Gemeinde fordert die Hainburger SPD. „Plätze fehlen in den Kindertagesstätten, von einem Tagesmütter-Netzwerk kann kaum die Rede sein und niemand hat den Überblick“, beschreibt Ortsvereinsvorsitzender Manfred Tilsner die Misere. Notwendig sei mindestens eine zentral koordinierte Vergabe von Kita-Plätzen im Rathaus. Angesichts aktueller Missstände werde es zudem höchste Zeit, über zusätzliche Angebote und neue Kapazitäten – etwa in einer kommunalen Einrichtung – nachzudenken.

Aufgebracht hat die Sozialdemokraten ein aktueller Fall, der aus Sicht des stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Christopher Langenwalter ein Schlaglicht auf die eklatanten Mängel wirft. Seit Jahresbeginn sei es nicht gelungen, einer aus dem Rheinland zugezogenen Mutter einen Krippenplatz für ihre zweijährige Tochter zu verschaffen. „Obwohl die Gemeinde per Gesetz verpflichtet ist, die Betreuung sicher zu stellen, wird die Neubürgerin immer wieder hingehalten und vertröstet“, so Langenwalter.

Das Beispiel zeigt nach Worten von Osman Durmus, SPD-Gemeindevertreter und Vorsitzender des Sport-, Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses, wie wenig das Problembewusstsein im Rathaus, vor allem an dessen Spitze und bei der allein regierenden CDU, entwickelt sei. Bereits im Januar habe die Familie – beide Ehepartner müssen für den gemeinsamen Lebensunterhalt erwerbstätig sein und arbeiten in Eschborn und Freigericht – Betreuungsbedarf für ihr Kind ab März in Hainburg gemeldet. „Schon einen Ansprechpartner mit Überblick zu finden, war offenbar ein Problem“, so Durmus, der sich in dem Fall auch persönlich engagiert. Das Paar sei an die einzelnen Kitas verwiesen worden, um dort zum Teil nur vage, in anderen Fällen unzulängliche Auskünfte zu erhalten. Vom Rathaus genannte Adressen angeblicher Tagesmütter erwiesen sich nach SPD-Angaben durchweg als Flops.

Inzwischen gibt es laut Manfred Tilsner zwar eine Not-Betreuungslösung am Arbeitsplatz der Frau, dies allerdings nur noch bis Oktober. „Was dann wird, weiß im Moment niemand“, so der Ortsvereinschef. Die Äußerung von CDU-Bürgermeister Alexander Böhn, die Gemeinde könne Kita-Plätze „nicht aus dem Hut zaubern“, sei eine Bankrotterklärung: „Um magische Fähigkeiten geht es hier nicht, sondern um Verantwortungsbewusstsein und vorausschauende Planung“, so Tilsner. „Kinder werden ja nicht wirklich vom Klapperstorch gebracht, sondern bei der Geburt im Standesamt registriert und in Melderegistern vermerkt“.

So hätte die Gemeinde nach Ansicht der Sozialdemokraten längst tätig werden und sich auf die wieder steigenden Geburtenzahlen einstellen müssen. Auch jetzt noch ignoriere die CDU das Problem lieber, tadelt Tilsner: Mehrere Dringlichkeitsanträge der SPD – unter anderem zur Einrichtung einer zentralen Kita-Platzvergabe im Rathaus wie etwa in Obertshausen – habe die Union vor der Sommerpause in der Gemeindevertretung mit ihrer Mehrheit abgebügelt.

Völlig unverständlich nennt Tilsner darüber hinaus die Verzögerungen beim Ausbau der Hainstädter Kita Am Kiefernhain, wo ein geplanter Anbau schnelle Entlastung im U3-Bereich hätte bringen können: „Kita-Leitung und Eltern engagieren sich, wo es nur geht, machen Tempo und fragen immer wieder nach – und dann stellt sich heraus, dass die Gemeinde als Bauherr über Monate nicht einmal eine Baugenehmigung beantragt hat“. CDU und Bürgermeister „schlafen den Schlaf der Selbstgerechten“, kommentiert Christopher Langenwalter, „und die Wartelisten werden immer länger“. Gemeinsam mit den betroffenen Eltern habe sich die SPD jetzt direkt an ihren Bundestagsabgeordneten Dr. Jens Zimmermann gewandt. „Vielleicht“, hofft Manfred Tilsner, „hilft ja ein Weckruf aus Berlin“.

 

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