CDU im Schlaf der Selbstgerechten

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Einen Kurswechsel bei der Kinderbetreuung in der Gemeinde fordert die Hainburger SPD. „Plätze fehlen in den Kindertagesstätten, von einem Tagesmütter-Netzwerk kann kaum die Rede sein und niemand hat den Überblick“, beschreibt Ortsvereinsvorsitzender Manfred Tilsner die Misere. Notwendig sei mindestens eine zentral koordinierte Vergabe von Kita-Plätzen im Rathaus. Angesichts aktueller Missstände werde es zudem höchste Zeit, über zusätzliche Angebote und neue Kapazitäten – etwa in einer kommunalen Einrichtung – nachzudenken.

Aufgebracht hat die Sozialdemokraten ein aktueller Fall, der aus Sicht des stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden Christopher Langenwalter ein Schlaglicht auf die eklatanten Mängel wirft. Seit Jahresbeginn sei es nicht gelungen, einer aus dem Rheinland zugezogenen Mutter einen Krippenplatz für ihre zweijährige Tochter zu verschaffen. „Obwohl die Gemeinde per Gesetz verpflichtet ist, die Betreuung sicher zu stellen, wird die Neubürgerin immer wieder hingehalten und vertröstet“, so Langenwalter.

Das Beispiel zeigt nach Worten von Osman Durmus, SPD-Gemeindevertreter und Vorsitzender des Sport-, Jugend-, Kultur- und Sozialausschusses, wie wenig das Problembewusstsein im Rathaus, vor allem an dessen Spitze und bei der allein regierenden CDU, entwickelt sei. Bereits im Januar habe die Familie – beide Ehepartner müssen für den gemeinsamen Lebensunterhalt erwerbstätig sein und arbeiten in Eschborn und Freigericht – Betreuungsbedarf für ihr Kind ab März in Hainburg gemeldet. „Schon einen Ansprechpartner mit Überblick zu finden, war offenbar ein Problem“, so Durmus, der sich in dem Fall auch persönlich engagiert. Das Paar sei an die einzelnen Kitas verwiesen worden, um dort zum Teil nur vage, in anderen Fällen unzulängliche Auskünfte zu erhalten. Vom Rathaus genannte Adressen angeblicher Tagesmütter erwiesen sich nach SPD-Angaben durchweg als Flops.

Inzwischen gibt es laut Manfred Tilsner zwar eine Not-Betreuungslösung am Arbeitsplatz der Frau, dies allerdings nur noch bis Oktober. „Was dann wird, weiß im Moment niemand“, so der Ortsvereinschef. Die Äußerung von CDU-Bürgermeister Alexander Böhn, die Gemeinde könne Kita-Plätze „nicht aus dem Hut zaubern“, sei eine Bankrotterklärung: „Um magische Fähigkeiten geht es hier nicht, sondern um Verantwortungsbewusstsein und vorausschauende Planung“, so Tilsner. „Kinder werden ja nicht wirklich vom Klapperstorch gebracht, sondern bei der Geburt im Standesamt registriert und in Melderegistern vermerkt“.

So hätte die Gemeinde nach Ansicht der Sozialdemokraten längst tätig werden und sich auf die wieder steigenden Geburtenzahlen einstellen müssen. Auch jetzt noch ignoriere die CDU das Problem lieber, tadelt Tilsner: Mehrere Dringlichkeitsanträge der SPD – unter anderem zur Einrichtung einer zentralen Kita-Platzvergabe im Rathaus wie etwa in Obertshausen – habe die Union vor der Sommerpause in der Gemeindevertretung mit ihrer Mehrheit abgebügelt.

Völlig unverständlich nennt Tilsner darüber hinaus die Verzögerungen beim Ausbau der Hainstädter Kita Am Kiefernhain, wo ein geplanter Anbau schnelle Entlastung im U3-Bereich hätte bringen können: „Kita-Leitung und Eltern engagieren sich, wo es nur geht, machen Tempo und fragen immer wieder nach – und dann stellt sich heraus, dass die Gemeinde als Bauherr über Monate nicht einmal eine Baugenehmigung beantragt hat“. CDU und Bürgermeister „schlafen den Schlaf der Selbstgerechten“, kommentiert Christopher Langenwalter, „und die Wartelisten werden immer länger“. Gemeinsam mit den betroffenen Eltern habe sich die SPD jetzt direkt an ihren Bundestagsabgeordneten Dr. Jens Zimmermann gewandt. „Vielleicht“, hofft Manfred Tilsner, „hilft ja ein Weckruf aus Berlin“.

 
 

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