Zur 100-Tage-Bilanz von Bürgermeister Alexander Böhn

Fraktion

Hainburg – Etwas anders als der Amtsinhaber hat die Hainburger SPD die ersten 100 Tage des CDU-Bürgermeister Alexander Böhn wahrgenommen. Dafür, dass Böhn bereits viereinhalb Jahre als Erster Beigeordneter hinter sich habe und die Gemeinde mit ihren Strukturen daher gut kennen müsse, ist aus Sicht des Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzenden Manfred Tilsner zu wenig passiert: „Oft ist es in dieser Zeit leider nur bei dem Versuch geblieben, die Sorgen und Nöte der Hainburger Bevölkerung ernst zu nehmen“.

So hat sich bei der schleppenden Bereitstellung von Kita-Plätzen nach Feststellung der Sozialdemokraten überhaupt nichts bewegt. „Ein großes Ärgernis“, meint Tilsner: „Bürger wenden sich an die Gemeinde und fragen nach einem freien Kita-Platz, um dann zu erfahren, dass es keinen adäquaten Ansprechpartner gibt“. Ebenso fehle ein strukturiertes Anmeldesystem, wie es etwa in Obertshausen schon lange funktioniere. Dort sei es den Eltern möglich, sich transparent an einem Vergabeverfahren zu beteiligen. In Hainburg dagegen würden Anfragende einfach telefonisch an die Kindertagesstätten verwiesen - um dann, vielfach zeitlich verzögert, eine Absage zu erhalten. Konstruktive Vorschläge seitens der Eltern, würden kategorisch und gleichsam gewohnheitsmäßig als zu teuer abgelehnt, kritisiert der SPD-Vorsitzende. Auf die Versorgung mit Tagesmüttern scheine die Gemeinde wenig wert zu legen – „wie sonst lässt sich erklären, dass nicht einmal eine aktuelle Liste bezüglich Tagesmütter existiert?“. 

Nicht mehr als sein Vorgänger unternimmt Böhn nach Beobachtung der SPD, um die Angebote für Jugendliche in Hainburg zu verbessern. Wie schon Bernhard Bessel verfalle dessen Nachfolger in Stereotype und verweise auf die Vereine. „Die sollen offenbar vieles abfangen, was von Gemeindeseite versäumt wird“, moniert Tilsner. Dabei sei der Zulauf von Jugendlichen in die Vereine seit Jahren rückläufig. Dokumentiert werde dies in vielen Spielgemeinschaften von Hainburger Sportvereinen. Um überhaupt noch  Mannschaften melden zu können, müssten sich diese Kooperationspartner – etwa in Seligenstadt – suchen.

„Regelrecht zynisch“ nennt Tilsner die Kommentare des Bürgermeisters zur zunehmenden Verkehrsbelastung in der Gemeinde. So sei Böhn nach eigenem Bekunden allen Ernstes der Meinung, dass mindestens 300 zusätzliche Pkw, die das neue Gewerbegebiet auf dem ehemaligen Winter-Geländes anziehe, von der Bevölkerung nicht bemerkt würden. Nicht zu schade sei sich der Bürgermeister auch, Bauhofleistungen für den Hainburger Markt als Wirtschaftsförderung für ortsansässige Gewerbetreibende zu verkaufen. Aus dem Ort, das haben die Sozialdemokraten gerade jüngst wieder beobachtet, kämen immer weniger Aussteller. Für viele Hainburger Gewerbetreibende sei es schlicht nicht mehr rentabel, sich dort zu präsentieren - nicht zuletzt wegen massiv erhöhter Standgebühren in den vergangenen Jahren.

„Dass sich Herr Böhn nun selbst ein gutes Zeugnis ausstellt, ist politisch nachvollziehbar“, bilanziert Tilsner – „aber eben nur politisch“. Bei den Sachthemen, die die Bürger bewegten, habe der neue Rathauschef „außer viel heißer Luft“ bislang so gut wie nichts produziert.

Maximilian Meyer
SPD Hainburg
Pressesprecher

 

 
 

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